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Portfolio OS

Für Desktop optimiert. Auf dem Handy geht einiges verloren.

Philipp Szaruga
⚡ TL;DR
WI Hohenheim, Ø 1,4, probiere seit Jahren aus, was mich weiterbringt
n8n-Workflow gebaut → €10.000+ Sponsoring für NMUN eingeworben
Architektur auf zweiten Use Case übertragen → 4 Kundenanfragen in Monat 1
Offen für Projekte, Praktika, Zusammenarbeit
AKTUELL
woWI Hohenheim · 3. Semester · Ø 1,4
bautAutomations-Workflows mit LLMs in n8n
suchtProjekte, Praktika, Zusammenarbeit
nebenbeiSpielbank Stuttgart · Nachtschichten seit Nov '24
💡 WAS ICH MITGENOMMEN HAB
Prompts schlank halten, Fehler im Code fangen, nicht im Prompt
Architektur einmal richtig bauen, dann übertragen. Hat bei NMUN → KreativeBar funktioniert
€10.000+ Sponsoring eingeworben mit einer Pipeline, die ich in 3 Wochen gebaut hab. Echtes Geld, nicht Spielzeug
💡 WAS MICH ANTREIBT
Ich mag es, Dinge zu bauen, die für echte Leute funktionieren. Nicht als Übung, sondern mit echtem Ergebnis.
Jedes Projekt hat auf dem vorherigen aufgebaut. NMUN-Bot → KreativeBar → gleiche Architektur, anderer Use Case. Das ist kein Zufall.
Nächster Schritt: das was ich baue, mit akademischer Methodik verbinden.
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Über mich
Philipp Szaruga
Portfolio OS · Hohenheim 2026
Philipp
Wirtschaftsinformatik · 3. Semester · Ø 1,4 · Automations-Workflows

Ich hab schon immer alles ausprobiert, was mich interessiert hat. Wenn mich was gereizt hat, hab ich angefangen, egal ob ich wusste, wie es ausgeht.

2021 hab ich mir vom Minijob-Gehalt ein Kamera-Set gekauft und bin in Restaurants reingelaufen, um Videos zu verkaufen, was nicht so funktioniert hat, wie ich dachte. Danach hab ich mit einem Kumpel Bodenmarkierungen für Unternehmen gemacht, Flyer beim Radtraining durch Industriegebiete verteilt, drei Anrufe in einer Woche gekriegt. Dann kam Video-Produktion für einen englischen Immobilienklienten, komplett remote über Monate. Und irgendwann hab ich angefangen, Systeme zu bauen statt einzelne Sachen zu machen.

Letztes Jahr dann der NMUN Sponsoring Bot. n8n-Workflow mit LLM-Kaskade, über 10.000 Euro gesichert. Danach hab ich dieselbe Architektur auf einen komplett anderen Use Case übertragen: eine Cocktailbar ohne Online-Präsenz. Vier Kundenanfragen im ersten Monat.

Seitdem hab ich angefangen, mir Fragen zu stellen, die über die Technik hinausgehen. Warum machen tausende Unternehmen Sachen noch per Hand, obwohl die Automatisierung da wäre? Ich hab gelesen, recherchiert, irgendwann 40 Tabs offen gehabt. Und gemerkt, dass Neugier allein nicht reicht, um solche Fragen zu beantworten.

Ich hab mit WiWi angefangen und bin dann zu WInfo gewechselt. Weil das, was ich in meiner Freizeit baue und worüber ich nachdenke, faktisch Wirtschaftsinformatik ist. Die Projekte hier zeigen den Weg dahin.


1,4Schnitt
WIHohenheim
3.Semester
Nebenbei: Aushilfe Spielbank Stuttgart seit Nov '24 · Nachtschichten. Fehler sind teuer, auch müde muss alles stimmen
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NMUN Sponsoring Bot · n8n-Workflow · 2025
⚡ TL;DR
n8n-Workflow mit LLM-Kaskade → €10.000+ Sponsoring
19 Leute fahren nach New York zur NMUN-Konferenz und wir brauchten dringend Sponsoring. Ich hab mir den bisherigen Prozess angeschaut und den ganzen Ablauf in ein Automations-Pipeline übersetzt, mit Research Agent, Contact Finder, Validator, Writer und Follow-Up-Engine. Die ersten 200 Mails hab ich trotzdem manuell gelesen, bevor ich dem System vertraut hab. Am Ende haben wir über 10.000 Euro eingesammelt.
n8nLLM-Orchestrierung Docker/HetznerCoT Prompting Human in the Loop
Case Study · Automations-Architektur · B2B Kaltakquise
NMUN 2026 Sponsoring Bot
→ €10.000+ gesichert · B2B Kaltakquise als fehlertolerante Automations-Pipeline
n8nLLM-Orchestrierung Docker/HetznerCoT PromptingHuman in the Loop

Ausgangslage
Die 30.000 Euro Herausforderung

Ich bin einer von 19 Leuten in der Delegation. NMUN ist für mich die Chance, Rhetorik und Diplomatie auf einem Level zu trainieren, das kein Seminar bieten kann. Aber erstmal mussten wir Geld auftreiben. Als ich mir unseren bisherigen Prozess ansah, war klar: Das ist kein kreativer Prozess. Firma raussuchen, richtige Abteilung finden, Entscheider validieren, personalisiert anschreiben. Das sind alles Datenflüsse, das lässt sich automatisieren.

Aber die Gefahr war real: Wenn das Modell halluziniert, belästigen wir die falschen Leute in großen Stiftungen mit unsinnigen Mails. Das wäre geschäftsschädigend. Also hab ich von Anfang an alles auf Fehlerminimierung gebaut.

Das Sponsoring-Video
Menschlichkeit in automatisierten Mails

Die Mails waren automatisiert, aber ich wollte, dass sie sich nicht so anfühlen. Also hab ich mir einen Jungen und ein Mädel aus der Delegation geschnappt und wir haben zusammen ein Sponsoring-Video gedreht. Mit der BMPCC 4K auf dem Gimbal, auf dem Campus in Hohenheim. Das Video ging als Anhang an jede Mail und hat den automatisierten Nachrichten einen menschlichen Teil gegeben. Hat Spaß gemacht und war gleichzeitig strategisch wichtig.

Behind the Scenes: Sponsoring-Video Dreh
Behind the Scenes · BMPCC 4K auf Gimbal · Campus Hohenheim
NMUN 2026 Sponsoring Video
youtu.be · Klicken zum Abspielen
01
Kernschritt 1
Infrastruktur und Exklusions Logik
Follow Up Workflow in n8n
State Machine: Google Sheet als zentrale Exklusionsliste

Warum n8n und kein Python-Backend? Weil die API-Calls kaum Bandbreite brauchen. Die Komplexität liegt in den LLM-Payloads, da brauch ich kein schweres Framework drumherum. System via Docker auf Hetzner. Google Sheet als harte Exklusionsliste, per API angebunden. Jeder in der Delegation trug dort seine manuell kontaktierten Firmen ein. Doppel-Kontaktierungen systemisch ausgeschlossen. Cron Trigger mit ±3 Min. Offset, streng nur Bürozeiten.

02
Kernschritt 2
Research Agent → Contact Finder → Validator → Writer

Das System besteht aus vier Stufen, die nacheinander laufen. Zuerst prüft ein Gatekeeper den Themen-Fit und terminiert sofort, wenn eine Organisation nicht passt, was API-Kosten spart. Die Grundregel dabei war, dass die teuerste Operation erst laufen darf, wenn die günstigeren bestanden haben.

Der Research Agent scrapt Organigramme und findet die richtige Abteilung. Der Contact Finder skaliert je nach Unternehmensgröße, bei KMUs findet er wenige Ansprechpartner, bei Konzernen bis zu 30. Dann kommt der Validator, der mit CoT-Prompting auf Regionalbezug und Entscheidungsmacht prüft. Wenn er sich unsicher ist, geht die Mail an die allgemeine Info-Adresse, weil mir lieber war, vorsichtig zu sein, als jemanden mit einer falschen Anrede zu belästigen. Zum Schluss kommt der Writer, der das Sponsoring-Video und die Projektmappe dynamisch in die Mail einbaut.

Leadfinder Pipeline in n8n
Leadfinder Pipeline inkl. Telegram Bridge
03
Kernschritt 3
Human in the Loop und der Parser Shift

Ich hab dem Bot anfangs nicht vertraut, also hab ich eine Telegram-Bridge gebaut. Vor dem Versand landete jede fertige Mail als interaktive Nachricht auf meinem Handy, und ich konnte sie per Button freigeben oder ablehnen. Die ersten 200 Mails hab ich komplett manuell durchgelesen.

Research Agent und Parser in n8n
Meta Prompter und Parser Logik

Das größte Problem waren extrem lange Meta-Prompts, die die JSON-Outputs gebrochen haben. Mein erster Instinkt war, den Prompt noch strenger zu machen, was es nur schlimmer gemacht hat. Was am Ende funktioniert hat, war die Prompts radikal zu kürzen und die Fehlerkorrektur in den Code zu packen. Ich hab robuste Payload Parser geschrieben, die Case Sensitivity ignorieren, Kommas abfangen und kaputte Strings bereinigen. Ab dem Punkt lief es seidenweich und ich konnte auf Vollautomatik umstellen.

Contact Finder und Validator in n8n
Gatekeeper: schnelle Vorfilterung
04
Kernschritt 4
The Follow Up Engine
Writer und Follow Up Engine in n8n
Follow Up Engine: 10 Tage Polling

Die teuren Schritte hatten ihre Arbeit getan und für den Follow-Up brauchte ich keinen schweren LLM-Call mehr.

Beim ersten Versand wurde jede Mail mit einem Timestamp gespeichert und mit dem Flag ANSWERED == FALSE markiert. Nach 10 Tagen griff ein Polling Script das nach unbeantworteten Mails suchte. Wenn es eine fand, fütterte es einen kleinen Writer nur mit der Original-Mail, und der schrieb eine kurze Erinnerung. Die Kosten pro Mail waren Bruchteile eines Cents, aber der Anteil an den finalen Zusagen war massiv.

05
Was ich wirklich gelernt hab
Was über dieses Projekt hinausgeht

Als die ersten großen Zusagen reinkamen, war die Erleichterung in der ganzen Delegation spürbar. 19 Leute, die nicht mehr wussten, ob das Geld reicht, und dann hat es gereicht. Über 10.000 Euro, die einen echten Unterschied gemacht haben.

Was mich danach am meisten beschäftigt hat: Wenn ein Prompt bei Edge Cases bricht, will ich ihn instinktiv strenger machen, was es meistens nur schlimmer macht. Ein Parser, der kaputte JSON-Outputs abfängt, ist verlässlicher als ein Prompt, der versucht, nie einen Fehler zu machen.

Und die Fallback-Logik: Wenn der Validator den richtigen Ansprechpartner nicht findet, gibt er das zu und schickt an die allgemeine Adresse. Das schützt die Reputation.

Was mich aber am meisten beschäftigt hat, sind die Übergaben zwischen den einzelnen Schritten. Die LLM-Calls selbst haben funktioniert. Was immer wieder gebrochen ist, waren die Stellen dazwischen: wenn ein Schritt Daten liefert, die der nächste nicht parsen kann, oder wenn die Prompts zu viel Kontext hatten und die Payloads dadurch kaputtgingen. Die Lösung war: Prompts schlank halten und Fehler im Code fangen, nicht im Prompt. Das hat mir gezeigt, dass die Architektur wichtiger ist als die einzelnen Komponenten.

TMS Party
Fundraising vor Ort

Neben dem Bot haben wir auch eine Party in der TMS geschmissen. Wer in Hohenheim studiert, kennt die TMS. Wir haben den Abend organisiert, um direkt vor Ort Geld für die Delegation zu sammeln. Dafür hab ich dieses Video produziert:

TMS Party · Fundraising Event
youtu.be · Klicken zum Abspielen

Key Metrics
€10k+Sponsoring gesichert
200QS Mails HITL
10 TageFollow Up Zyklus
Sponsoren (Auswahl): Margarete Müller-Bull Stiftung, Leypoldt Steuerberatungsgesellschaft, u.a. Konkrete Beträge werden aus Respekt gegenüber den Sponsoren nicht genannt.
Sponsoring-Zusage
Sponsoring-Zusage
Screenshot anonymisiert · konkrete Beträge aus Respekt gegenüber Sponsoren nicht genannt
Das Projekt hat mir am meisten beigebracht. Nicht über Technik, sondern darüber, wie man Systeme baut, die in der Praxis funktionieren, und dass die Übergaben zwischen den Teilen wichtiger sind als die Teile selbst.
Nächstes Projekt: KreativeBar ↗
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HCMUN · MUN-Simulation · 2026
⚡ TL;DR
Model United Nations Simulation an der Uni Hohenheim · Vorbereitung auf NMUN New York
HCMUN ist die jährliche MUN-Simulation an der Uni Hohenheim mit Delegationen aus Heidelberg und Tübingen. Ich habe als Delegierter für Norwegen im GA2 Committee Reden gehalten, verhandelt und Position Papers zu Sustainable Transport und Food Supply Chains geschrieben. Die Simulation war Vorbereitung auf die NMUN-Konferenz in New York.
RhetorikDiplomatie Position PapersGA2 Committee
Engagement · Model United Nations · Januar 2026
HCMUN 2026
→ MUN-Simulation · Uni Hohenheim · Delegierter für Norwegen · GA2 Committee

Philipp bei HCMUN im Gespräch mit Delegierten
HCMUN 2026 · Philipp im Austausch mit anderen Delegierten
Was ist HCMUN?
Die MUN-Simulation an der Uni Hohenheim

HCMUN ist die jährliche Model United Nations Simulation, organisiert vom Club of Hohenheim. Delegationen aus Hohenheim, Heidelberg und Tübingen verhandeln in UN-Komitees über echte geopolitische Themen. Man vertritt ein zugewiesenes Land, schreibt Position Papers, hält Reden und verhandelt Resolutionen.

Ich war im GA2 Committee (Wirtschaft und Finanzen) als Delegierter für Norwegen. Meine Themen waren Sustainable Transport und Food Supply Chains. Position Papers schreiben heißt: sich in Wochen in ein Thema einarbeiten, die offizielle Haltung des Landes verstehen, und eine diplomatisch tragfähige Position formulieren.

Philipp hört aufmerksam zu bei HCMUN
GA2 Committee · Delegierter für Norwegen
Warum das wichtig ist
Training für New York

HCMUN war die direkte Vorbereitung auf NMUN 2026 in New York. Die gleichen Regeln, die gleiche Struktur, aber im kleinen Rahmen. Man lernt, unter Zeitdruck zu argumentieren, Koalitionen zu bilden und Kompromisse zu verhandeln, die alle Seiten mittragen können.

Was ich mitgenommen hab: Reden halten vor Leuten, die aktiv dagegen argumentieren, ist ein komplett anderes Skill als eine Seminar-Präsentation. Meine Resolution zu Food Supply Chains hab ich durch drei Verhandlungsrunden gebracht und am Ende eine Mehrheit organisiert.


GA2Committee
NONorwegen
3Unis vertreten
HCMUN hat mir gezeigt, dass Diplomatie kein Soft Skill ist, sondern eine echte Fähigkeit, die man trainieren muss. NMUN New York wird die nächste Stufe.
Siehe auch: NMUN Sponsoring Bot ↗
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KreativeBar · 2025
⚡ TL;DR
NMUN-Architektur auf neuen Kontext übertragen → 4 Anfragen in Monat 1
Ein Bekannter hat eine mobile Cocktailbar gebaut und hatte null Online-Präsenz. Ich wollte testen, ob sich die Architektur aus dem NMUN-Projekt übertragen lässt, und gleichzeitig einem Kumpel helfen. Event-Video mit der BMPCC 4K gedreht, MVP-Website gebaut, Lead-Liste mit Eventveranstaltern angereichert, und den Workflow aus dem NMUN-Projekt auf diesen komplett anderen Use Case umgebaut. 4 Anfragen im ersten Monat.
BMPCC 4K MVP WebsiteArchitektur-Transfer
2025
KreativeBar
kreativebar.de · 4 Anfragen · Monat 1
BMPCC 4KMVP Website Lead-Anreicherungn8n PipelineB2B Outreach

KreativeBar Event-Video
youtube.com · Klicken zum Abspielen
KreativeBar Equipment
Equipment am Set: BMPCC 4K, Gläser, Kühlung
Ausgangslage
Eine Cocktailbar ohne Online-Präsenz

Ein Bekannter von mir hat eine mobile Cocktailbar komplett selbst gebaut und vermietet sie für Firmenevents, Hochzeiten und Privatfeiern. Das Ding sieht professionell aus und kommt bei Gästen gut an. Das Problem war: Er hatte keinerlei Online-Präsenz. Keine Website, kein Video, keine Möglichkeit für potenzielle Kunden, ihn zu finden, außer über persönliche Empfehlungen. Er fragte mich: „Was kann man heutzutage machen, um ein bisschen bekannter zu werden?"

Ich hab gesagt: Material produzieren und Kanäle schaffen. Aber ich wollte es nicht nur sagen. Ich wollte es auch umsetzen. Kein Honorar, kein Vertrag. Ein Kumpel, dem ich helfen wollte, und gleichzeitig die Chance zu testen, ob sich die Architektur aus dem NMUN-Projekt auf einen komplett anderen Kontext übertragen lässt.

01
Phase 1 · Video
Event-Dreh mit der BMPCC 4K

Ich hab ihn bei einem echten Event begleitet und den ganzen Abend mit meiner Blackmagic Pocket Cinema Camera 4K gefilmt. Die Herausforderung beim Dreh war, die Atmosphäre einzufangen ohne den Ablauf zu stören. Events mit Cocktailbar bedeuten in der Regel wenig Licht, viel Bewegung, Musik und Gespräche im Hintergrund. Ich musste mit Available Light arbeiten und trotzdem ein Ergebnis produzieren, das professionell genug ist, um als Aushängeschild zu funktionieren.

Nichts davon war gestellt oder inszeniert, einfach echte Gäste in echter Atmosphäre. Das resultierende Video ist am Ende das Herzstück für den ganzen Auftritt geworden, weil es sofort zeigt, wie eine Buchung in der Praxis aussieht. Er war begeistert, aber Begeisterung allein bringt keine Kunden. Also der nächste Schritt.

02
Phase 2 · Website
kreativebar.de als zentraler Endpunkt

Vorher gab es keinen Ort im Internet, an den man jemanden schicken konnte, der sich für die Bar interessiert. Das musste sich ändern. Ich hab kreativebar.de gebaut, eine simple One-Page-Website mit dem Video eingebettet, den wichtigsten Infos zum Angebot und einem Kontaktformular ganz unten. Kein CMS, kein Page Builder, kein Over-Engineering. Die Seite hatte genau einen Job: Wenn jemand über den Outreach auf die Bar aufmerksam wird, soll er hier landen, sich das Video anschauen und über das Formular eine Anfrage schicken können. Alles was darüber hinausgeht, wäre zum damaligen Zeitpunkt verschwendete Energie gewesen.

03
Phase 3 · Lead-Liste
Zielgruppe definieren und anreichern

Bevor ich die Pipeline überhaupt anwerfen konnte, musste ich erst mal verstehen, wer überhaupt als Kunde in Frage kommt. Bei NMUN waren es Stiftungen und Unternehmen mit CSR-Budgets. Hier war die Zielgruppe komplett anders: Eventveranstalter, Hochzeitsplaner, Agenturen, die Firmenevents organisieren, und Unternehmen, die regelmäßig interne Events machen wie Sommerfeste oder Weihnachtsfeiern.

Ich hab eine Lead-Liste zusammengestellt und jeden einzelnen Lead mit Branche, Unternehmensgröße, Kontaktperson, Standort und geschätzter Event-Frequenz angereichert. Die Anreicherungslogik war im Kern dieselbe wie beim NMUN-Bot, aber die Kriterien waren komplett andere. Bei NMUN war die Frage: Hat die Organisation einen Bezug zu internationaler Bildung? Hier war die Frage: Bucht diese Organisation regelmäßig externe Dienstleister für Events?

04
Phase 4 · Outreach-Pipeline
NMUN-Architektur auf neuen Use Case übertragen

Das war für mich der eigentlich spannende Teil: Funktioniert die Automations-Pipeline auch wenn ich sie in einen komplett anderen Kontext stecke? Ich hab die Pipeline aus dem NMUN-Projekt umkonfiguriert. Statt Stiftungen jetzt Event-Entscheider. Statt Sponsoring-Pitch jetzt ein kurzes Angebot mit Link zum Video und zur Website. Das Ziel war auch hier nicht Verkauf, das Ziel war eine einzige Conversion: das Kontaktformular auf kreativebar.de.

Was ich dabei anpassen musste: Der Research Agent brauchte andere Such-Queries und andere Validierungskriterien. Der Writer brauchte einen komplett anderen Ton, weil eine Cocktailbar-Anfrage anders klingt als ein Sponsoring-Pitch an eine Stiftung. Aber die Grundstruktur, also die Reihenfolge in der die Schritte ablaufen, die Fehlerbehandlung und die Fallback-Logik, das alles hat 1:1 funktioniert. Das war der Moment wo ich wusste: Die Architektur ist nicht projektspezifisch.

Innerhalb des ersten Monats kamen über das Kontaktformular 4 neue Anfragen rein. Für jemanden der vorher null Online-Präsenz hatte ist das ein deutlicher Unterschied.

05
Scope-Entscheidung
Was ich nicht gebaut hab und warum

Nach den ersten Anfragen wollte ich ihm ein Dashboard bauen. Die Idee war: Kontaktanfragen, die über das Formular reinkommen, automatisch tracken, Umsätze aus dem Kartenlesegerät einbinden, einen Auslastungskalender bauen und alles auf einer Oberfläche zusammenführen, damit er sehen kann, welche Monate gut laufen und wo er nachsteuern muss. Technisch hätte mich das gereizt, weil es auf der bestehenden Infrastruktur aufbaut.

Aber dann hab ich mich gefragt: Braucht er das wirklich? Die 4 Anfragen kamen ohne Dashboard. Das System hat funktioniert. Also hab ich die Zeit ins Studium gesteckt, wo sie mehr gebracht hat.


Key Metrics
4Anfragen Monat 1
€0Budget (kostenlos)
1:1Architektur übertragbar
Dieselbe Architektur, komplett anderer Kontext. Die Grundstruktur hat funktioniert. Und ich hab gelernt, wann man aufhören muss.
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Property Tour UK · Remote-Kunde · 2023
⚡ TL;DR
Internationaler Klient, Monate lang remote geliefert
Über internationale Kaltakquise einen britischen Immobilienklienten gewonnen. Property Tour Videos, vollständig remote, über Monate hinweg. Was ich daraus mitgenommen hab: Im Langzeitprojekt zählt nicht das beste Video. Es zählt, ob Briefings klar sind und Deadlines eingehalten werden.
Kaltakquise int.RemoteVideoschnittProzessdesign
Remote · B2B · Internationaler Klient
Englische Immobilienfirma

Über internationale Kaltakquise einen britischen Immobilienklienten gewonnen. Property Tour Videos, komplett remote. Kein einziges persönliches Treffen, trotzdem Monate lang reibungslos. Wie? Klares Briefing-Template, feste Abgabetermine.

Was ich dabei gelernt hab, war weniger über Video als über Zusammenarbeit. Wenn etwas über Monate remote funktionieren soll, braucht es klare Schnittstellen. Das gleiche Prinzip ist mir später bei meinen Automations-Pipelines wieder begegnet.

Die Qualität der Übergabe entscheidet. Bei Remote-Kunden genauso wie bei Automations-Pipelines.
Nächstes Projekt: NMUN Bot ↗
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Bodenmarkierungen · Erst testen, dann investieren · 2024
⚡ TL;DR
Flyer beim Fahrradtraining verteilt → 3 Anrufe → erster Auftrag → wütender Architekt
Mein Arbeitskollege und ich haben jahrelang jeden Samstag Bodenmarkierungen für Unternehmen gemacht. Wir wollten wissen: Kaufen Leute das auch direkt von uns? Statt Businessplan haben wir in 2 Tagen Flyer gedruckt und bei unserem täglichen Fahrradtraining durch Industriegebiete verteilt. Drei Anrufe, drei Termine, ein fertiger Parkplatz. Zwei Fehler, die ich seitdem nicht mehr gemacht hab.
Hypothese testenKaltakquiseDomänenwissenKommunikation
2024 · Hypothese testen, bevor man plant
Eri Markierungen
→ Kaltplastik-Bodenmarkierungen · Flyer-Test · Erster Auftrag · Zwei Lektionen

Ausgangslage
Zwei Jahre Erfahrung, eine offene Frage

In meinem Minijob haben mein Arbeitskollege und guter Freund und ich jahrelang jeden Samstag Kaltplastik-Bodenmarkierungen gemacht. Ganze Unternehmensgelände: Parkplätze, Treppenkanten, Sicherheitslinien, indoor und outdoor. Wir haben gemerkt, dass Unternehmen bereit sind, dafür zu zahlen. Die Frage war: Kaufen sie es auch direkt von uns?

Der Test
Sport und Hypothese gleichzeitig

Wir wollten die Hypothese so günstig wie möglich testen. Also haben wir in zwei Tagen Flyer designt und gedruckt, zweckmäßig, kein Hochglanz, und bei unserem täglichen Fahrradtraining durch Industriegebiete verteilt. Sport und Hypothesentest gleichzeitig.

Das Angebot war bewusst so gebaut, dass es für niemanden ein Risiko war: Markierungen exakt zum Materialkostenpreis, einmalig, ohne Gewinnabsicht. Und nur auf austauschbaren Böden wie Doppel-T-Steinen, damit man im schlimmsten Fall die Steine einfach umlegen kann und nichts dauerhaft beschädigt ist.

✓ Drei Anrufe in einer Woche

Drei Anrufe, drei Termine an einem Tag. Der erste hatte einen sichtlich neuen Boden, zu große Fläche, zu viel Risiko, den mussten wir ablehnen. Der zweite war auf T-Steinpflaster, perfekte Fläche.

✕ Fehler 1: Kompetenz kann man nicht imitieren

Der Maler, der uns beim zweiten Termin beauftragt hat, hat uns richtig tief befragt: DIN-Normen, Rutschhemmungsklassen, technische Details. Wir wussten, wie man's pragmatisch hinbekommt. Wir haben es zwei Jahre lang jede Woche gemacht. Aber wir konnten nicht darüber reden, wie jemand, der die technischen Standards kennt. Da hab ich gelernt: In der Kommunikation mit Entscheidern muss man deren Sprache sprechen.

✓ Tag X: Zwei Jungs, ein Parkplatz

Fünf Stunden gebraucht. Sah richtig gut aus. Nachbarn kamen vorbei, brachten uns Getränke. War eine schöne Erfahrung, sowas komplett alleine auf die Beine gestellt zu haben.

Vorher/Nachher Parkplatz-Markierung
Vorher / Nachher
✕ Fehler 2: Technische Zeichnung falsch gelesen

Der Architekt hatte auf der technischen Zeichnung einen Grünstreifen eingezeichnet. Wir haben die Breite falsch interpretiert und die Parkplätze minimal zu eng gemacht. Der Architekt war sichtlich wütend, hat zwar gesagt, es kann so bleiben, aber der Ärger war deutlich. Die Zeichnung war wirklich verwirrend, aber trotzdem: Bei Unsicherheit muss man nachfragen. Lieber eine Rückfrage zu viel als ein Ergebnis, das nicht passt.

Warum danach auf Eis

Der Test hat gezeigt: Nachfrage ist da. Aber jeder Auftrag bedeutet körperlichen Einsatz vor Ort, Materialbeschaffung, Terminkoordination. Als Student fehlte mir die Zeit, das ernsthaft weiterzuziehen.

Was hängengeblieben ist: Flyer drucken, Radtraining durch Industriegebiete, drei Anrufe in einer Woche. Das war mein erster Test: reicht ein Flyer und ein Fahrrad, um rauszufinden ob jemand zahlt? Ja.
2 TageFlyer → Verteilung
3 / 3Anrufe → Termine
5 Std.Erster Auftrag
Drei Anrufe in einer Woche. Keine Umfrage, keine Marktforschung. Echte Anrufe von echten Leuten. Das hat mir gezeigt: Der kleinstmögliche Test gibt die ehrlichste Antwort.
Nächstes Projekt: NMUN Bot ↗
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Video für Unternehmen · Erster Verkaufsversuch · 2021
⚡ TL;DR
Teures Kamera-Set gekauft, Hypothese nicht getestet, beim Sushi-Restaurant gescheitert
Ich hab mir mit meinem Minijob-Gehalt ein komplettes Kamera-Set gekauft. Bevor ich überhaupt getestet hab, ob jemand das braucht. Dann bin ich einfach in Cafés und Restaurants reingegangen und hab gefragt. Beim Sushi-Restaurant kam ich mit dem vollen Rig an, der Inhaber hatte sich wahrscheinlich vorgestellt dass ich mit dem Handy ein paar Clips mache. Die Technik hatte ich drauf. Wie man sie verkauft, nicht.
EigenfinanziertKaltakquiseKommunikationHypothese testen
2021 · Früheste Feldphase
Video für lokale Unternehmen

Meine Annahme war: Social Media ist wichtig, alle wissen das, also werden sich alle darauf stürzen, wenn jemand professionelles Videomaterial anbietet. Hat sich rausgestellt, dass das so einfach nicht ist.

Ich hab mir mit meinem Minijob-Gehalt eine Blackmagic Pocket Cinema Camera 4K gekauft. Mit Rig, Objektiv, Stativ. Ich dachte: Wenn die Kamera die allerbeste Qualität hat, ist alles andere egal. Was ich nicht bedacht hatte: Das Ding war schwer, unhandlich, kaum kompatibles Zubehör, auf Reisen konnte man es vergessen. Und das Geld war weg bevor ich einen einzigen Kunden hatte.

Dann bin ich einfach in Cafés und Restaurants reingegangen und hab gefragt. Ein Sushi-Restaurant hatte Interesse. Ich kam zum Dreh mit dem kompletten Rig. Der Inhaber hatte kaum Zeit und sich wahrscheinlich vorgestellt, dass ich mit dem Handy ein paar schnelle Clips mache. Als ich mit dem Kamera-Set aufgetaucht bin, war das ein unangenehmes Missverständnis, weil ich die Erwartungen vorher nicht geklärt hatte.

Ich hab versucht, den Leuten technisch zu erklären, warum Video gut für sie ist. Aber die haben nicht verstanden, worum es geht, weil ich in meiner Sprache geredet hab, nicht in deren.

Erste Kamera, erster Klient, erster Dreh. Das Video war nicht perfekt, aber der Prozess hat mir gezeigt, dass ich Kunden gewinnen kann, wenn ich einfach reingehe und frage.

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Was mich gerade beschäftigt
Offene Fragen · 2025
Was mich gerade beschäftigt

Nach dem NMUN-Bot hat mich eine Frage nicht losgelassen: Die Technik, die ich gebaut hab, funktioniert. Aber warum machen tausende Unternehmen ähnliche Sachen noch per Hand, obwohl die Automatisierung da wäre? Ich hab angefangen zu lesen. Marktstudien, Foren, akademische Papers. Irgendwann hatte ich 40 Tabs offen und wusste nicht mehr, was gesichert ist und was nur eine Vermutung war.

Je tiefer ich reingegangen bin, desto größer wurde die Frage. KI und Digitalisierung sind eines der mächtigsten Werkzeuge, das die Menschheit je gebaut hat. Mit einer Schaufel kann man einen Garten bauen oder jemandem wehtun. Bei KI sind die Hebel um Größenordnungen größer. Deshalb muss sie verantwortungsbewusst gebaut, eingesetzt und reguliert werden. Aber als ich versucht habe, wirklich zu verstehen was Unternehmen brauchen, was funktioniert und was nicht, bin ich auf ein Problem gestoßen, das tiefer liegt als jede einzelne Marktstudie: Ich konnte nicht gezielt nach der richtigen Information suchen, weil ich sie ja vorher nicht kannte. Die wirklich wertvollen Funde waren fast immer Zufälle.

Und auf genau diesem Weg bin ich selbst durch Zufall auf ein Forschungsfeld gestoßen, das genau dieses Problem beschreibt: Serendipity. Die Erkenntnis, dass wertvolle Zufallsentdeckungen keine Glückssache sind, sondern eine Eigenschaft der Umgebung, die man gestalten kann. Das hat mich nicht mehr losgelassen. Ich habe mich intensiv damit auseinandergesetzt, wie Wissensaufbau als Mechanismus funktioniert, vor allem in der heutigen Informationslandschaft. Wie Erkenntnis durch kognitive Konflikte entsteht, nicht durch Bestätigung. Wie Menschen in Informationsräumen navigieren und warum sie relevante Funde systematisch verpassen.

Daraus sind zwei eigenständige Arbeiten entstanden:

Serendipity Engineering
12 akademische Quellen (Björneborn, Erdelez, McCay-Peet u.a.) zu der Frage: Wie designt man ein Informationssystem, das zufällige Entdeckungen systematisch wahrscheinlicher macht? 3 Schlüssel-Frameworks analysiert, 7 Design-Prinzipien abgeleitet, konkrete n8n-Architektur mit Core/Adjacent/Wild-Sources vorgeschlagen. 12 Seiten.
Wissensaufbau-Modell
Piaget, Pirolli & Card (Information Foraging), Knowledge Building Theory. Wie baut man ein persönliches Informationssystem, das nicht nur filtert, sondern aktiv Disequilibrium erzeugt, also eigene Annahmen herausfordert statt sie zu bestätigen?

Darauf aufbauend hab ich ein eigenes Informationssystem gebaut, das diese Prinzipien in der Praxis umsetzt: 13 Quellen, LLM-Filter, rotierende Adjacent-Sources für Serendipity, Temporal Memory für Funde die später relevant werden. Das System läuft jeden Morgen um 6:30.

Theorie lesen, Prinzipien ableiten, System bauen, an echten Daten iterieren. Das ist der Prozess, den ich bei jedem Projekt wiederhole.
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Spielbank Stuttgart
Berufliche Erfahrung · seit November 2024
Spielbank Stuttgart
Aushilfe · Service · seit November 2024
SB
Spielbank Stuttgart
November 2024 bis heute · Aushilfe im Service Betrieb

Um 3 Uhr morgens, jemand hat gerade 200 Euro in einer Hand, ich muss die Chips richtig zählen und gleichzeitig den Überblick über drei Tische behalten. Wenn ich müde bin und die Abrechnung trotzdem stimmen muss, zeigt sich, was bleibt.

Dazu kommen Gäste, die schwierig sind, zum Beispiel jemand, der gerade 500 Euro verloren hat und das rauslässt. Ich hab gelernt, ruhig zu bleiben und zu lesen, was gerade gebraucht wird, ohne ein Drama draus zu machen.

Unter Druck klar denken und gleichzeitig empathisch handeln. Das brauch ich überall, nicht nur hier.

Seit November 2024 Nachtschichten Fehler sind teuer Druckresistenz
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Sport und Endurance
⚡ TL;DR
~700 km über die Alpen, 2.656 m an einem Tag, 4.000 m mit Höhenangst
Drei Situationen, in denen der Plan nicht aufgegangen ist und ich trotzdem weitermachen musste. Sport ist in den letzten Monaten gesundheitlich etwas in den Hintergrund geraten, aber er bleibt ein zentraler Teil von dem, wer ich bin.
Stuttgart → Venedig · RennradGroßer Krottenkopf · 1 TagFallschirmsprung · 4.000 m
Persönlich
Wie ich mit Grenzen umgehe

Drei Situationen, in denen der Plan nicht aufgegangen ist, und ich trotzdem weitermachen musste.


Stuttgart → Venedig
~700 km · ~6.500 Hm · Rennrad · Zelt · 20 kg

Die Route hieß Via Claudia Augusta. Stuttgart, Augsburg, Füssen, Landeck, Mals, Trentino, Treviso, Venedig. 20 kg auf dem Rad, Zelt, Schlafsack, alles. Fast 40 Grad, den ganzen Tag Alpenpässe hoch.

Rennrad an Alpenbrunnen
Via Claudia Augusta · Rennrad mit 20 kg Gepäck

Nachts hab ich bei Bauern auf Wiesen geschlafen. Eine Nacht trainierte ein Helikopter die ganze Nacht direkt über meinem Kopf. Eine andere Nacht kam um halb sechs morgens ein Bekannter des Bauern, der nichts von mir wusste, und drohte mit der Polizei. Also wieder keine erholsame Nacht. Geduscht hab ich in Flüssen, Wäsche gewaschen mit Rei in der Tube. Eine Garnitur trocknete auf dem Rucksack während ich die andere trug, so hatte ich immer was Frisches. Gegen die Sonne hab ich mir einen nassen Lappen unter den Helm gelegt und die Kleidung an jeder Wasserquelle nass gemacht.

Zelt vor Bergpanorama
Rennrad auf Radweg mit Alpen

Am vorletzten Tag hatte ich über 200 km bei Hitze gefahren und hätte den Bus zum einzigen noch offenen Campingplatz fast verpasst. Ich brauchte dringend eine richtige Dusche. Der Platz lag 600 Höhenmeter oberhalb von Trient, mein Rennrad passte nicht in den Reisebus. Ich dachte mir: Na gut, dann fahr ich morgen erstmal 600 Hm bergab, cooler Start in den Tag.

Oben angekommen dann die Nachricht: technische Störung beim Wasser, wird bis morgen gefixt. Keine Dusche. Kein Fluss in der Nähe. Der letzte freie Platz war direkt neben dem Partybereich, laute Musik, Alkohol, Licht, und ich fünf Meter daneben in meinem Zelt, komplett am Ende. Durchgestanden.

Am nächsten Morgen hab ich mir an einem wunderschönen Fluss drei Stunden Pause gegönnt. Dann fuhr ich durch die schönsten Strecken, die ich jemals gefahren bin. Irgendwann verließ ich die Alpen und ließ sie hinter mir. Meine erste Alpenüberquerung.

Die ganze Reise hatte ich an einen einzigen Moment gedacht: mich einfach ins Wasser schmeißen und nur daliegen. Als ich ankam, fuhr ich direkt an den Strand. 30 Minuten einfach im Wasser gelegen. Danach die Lieblingspizza und das Lieblingseis, dasselbe was ich als Kind im Urlaub mit meinen Eltern dort gegessen habe. Drei Tage am Meer, Venedig besucht, mich erholt. Ich liebe es, an diese Reise zurückzublicken.

Mailänder Dom
Bergsee unterwegs
Klamm mit türkisem Wasser

Großer Krottenkopf
2.656 m · An einem Tag von Oberstdorf und zurück

Ein Kumpel und ich, Freitagabend: „Lass morgen einen Berg machen." Proviant gekauft. Den Kombi von meinem Vater in zwei Schlafplätze umgebaut: Matratze, Kissen. Am Parkplatz in einem Topf Tee gekocht. Vielleicht drei Stunden geschlafen.

Am nächsten Morgen: Von Oberstdorf (815 m) auf den Großen Krottenkopf (2.656 m), den höchsten Berg der Allgäuer Alpen. ~1.840 Höhenmeter Aufstieg, über 30 km Strecke. An einem einzigen Tag hin und zurück. Normalerweise plant man dafür zwei Tage mit Hüttenübernachtung auf der Kemptner Hütte. Allein die Talstrecke zur Spielmannsau und zurück sind jeweils anderthalb Stunden Fußmarsch, die man noch drauflegen muss. Wir sind an die absolute Grenze unserer Erschöpfung gegangen.

Gipfel-Selfie am Großen Krottenkopf
Gipfel · 2.656 m · Großer Krottenkopf

Fallschirmsprung
4.000 m · Extreme Höhenangst

Ich hab extreme Höhenangst. Nicht die Art, bei der man am Rand einer Klippe ein bisschen nervös wird. Die Art, bei der einem auf einem Balkon im dritten Stock schwindelig wird. Logische Konsequenz: aus einem Flugzeug springen. Die Angst war die ganze Zeit da, im Flieger, an der offenen Tür, und ganz besonders in der ersten Sekunde danach. Aber genau deswegen wollte ich es machen.

Fallschirmsprung aus 4.000m
4.000 m · Tandemsprung

Warum das hier steht
Sport ist ein zentraler Teil von dem, wer ich bin

Speziell Rennrad: lange Touren, Alpenpässe, Distanz. Mich fasziniert es, herauszufinden, wo meine Grenze liegt. Sport ist für mich nicht Ausgleich zum Studium, sondern ein eigener Antrieb. Wenn ich merke, dass ich länger nicht draußen war, fehlt mir was.


~700 kmStuttgart → Venedig
2.656 mKrottenkopf · 1 Tag
4.000 mFallschirmsprung
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Wendepunkte
Wendepunkte  ·  Was aus allem bleibt
Willkommen

Sechs Momente, an denen sich was verschoben hat.

Die Projekte dahinter liegen offen im OS.

Wendepunkte
Wendepunkte
2022 Kamera vor Hypothese

Ich hab mir ein komplettes Kamera-Set vom Minijob-Gehalt gekauft, bevor ich überhaupt wusste, ob jemand dafür zahlt. Hätte ich vorher mit dem Handy getestet, hätte ich die gleiche Antwort gekriegt. Seitdem gilt bei mir: erst testen, ob jemand zahlt, dann investieren.

2023 Video aufgehört, obwohl es Geld gebracht hat

Video-Produktion lief, ich hatte Kunden, es kam Geld rein. Aber ich hab gemerkt, dass ich nichts Neues mehr lerne. Und wenn die Lernkurve abflacht, ist meine Zeit woanders besser investiert, egal was es bringt.

2024 WiWi angefangen

Ich hab vorher schon Projekte gebaut und Geld verdient. Aber bei jedem Kundengespräch hab ich gemerkt, dass mir das theoretische Fundament fehlt. Ich konnte bauen, aber nicht erklären warum etwas funktioniert. Das wollte ich ändern.

Herbst 2025 AI-Automatisierung als Dienstleistung aufgegeben

Ich dachte, wenn ich die Technologie kann, kann ich sie auch verkaufen. Ich hab versucht, AI-Automatisierung als Dienstleistung anzubieten. In einem Kundengespräch hab ich „Prozesse, die den Wert erstellen" gesagt statt „Operations", und der Gesprächspartner hat sofort abgeschaltet. Entscheider kaufen nicht deine Fähigkeit, die kaufen das Vertrauen, dass du ihre Welt verstehst. Das merken Leute in Sekunden.

2025/26 Von WiWi zu WInfo gewechselt

Ich dachte, Studienfachwechsel wäre ein Eingeständnis, dass man sich falsch entschieden hat. Dann hab ich realisiert: Das, was ich in meiner Freizeit baue und worüber ich nachdenke, ist faktisch Wirtschaftsinformatik. Der Wechsel war kein Rückschritt, der war logisch.

Jetzt Suche den nächsten Schritt

Nach dem NMUN-Bot und KreativeBar hab ich gemerkt, dass ich Systeme baue, die funktionieren. Was jetzt fehlt, ist das akademische Fundament. Methodik, Forschungsdesign, die Fähigkeit meine Ergebnisse sauber zu evaluieren statt nur zu iterieren.

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Builder Notes
System Log
Builder Notes
[2026-03-13]

Standort: Ich hab jetzt ein paar Projekte gemacht, die funktioniert haben. Was mir fehlt: Leute, die weiter sind als ich, und Projekte, die mich in eine Richtung ziehen, die ich alleine nicht finden würde.

[2026-03-01]

Observation: Das Interessante an meinen Workflows ist nicht, was ein einzelner LLM-Call kann. Es ist, was passiert, wenn mehrere Schritte sich koordinieren müssen, und wie schnell die Übergaben dazwischen brechen.

[2026-02-03]

Observation: LLM-Workflows scheitern an ihren Grenzen, nicht an ihrer Kernlogik. Die teuerste Operation darf erst laufen, wenn die günstigeren bestanden haben. Feigheit als Feature.

[2026-01-12]

Learned: Fehlerbehandlung im Code ist zuverlässiger als Restriktion im Prompt. Prompts kürzen, Parser robuster machen. Ab dem Punkt lief alles.

[2025-12-18]

Decision: KreativeBar: 4 Kundenanfragen im ersten Monat, ohne Dashboard, ohne Tracking. Die Pipeline allein hat gereicht. Scope klein halten war die richtige Entscheidung.

[2025-08-22]

Learned: Domänenwissen ist keine Kür. Ich sagte „Prozesse, die den Wert erstellen" statt „Operations", und der Gesprächspartner hat sofort abgeschaltet. Leute merken sowas in Sekunden.

[2021-09-01]

First principle: Erst testen, ob jemand zahlt, dann das Equipment kaufen. Ein Flyer und ein Fahrrad reichen, um in einer Woche eine ehrliche Antwort zu bekommen.

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Skills
Profil
Skills
n8n / Orchestrierung
NMUN-Bot: n8n-Workflow mit LLM-Kaskade, Gatekeeper-Logik, Follow-Up-Engine. KreativeBar: Architektur auf neuen Use Case übertragen.
Prompt Engineering
CoT-Prompting, Meta-Prompts für LLM-Kaskaden. Größte Lektion: Prompts einfach halten, Fehler im Code fangen.
B2B Kaltakquise
Erste Versuche mit 18: Tür-zu-Tür, Flyer, E-Mail-Outreach. Seitdem: €10k+ Sponsoring, 4 Buchungsanfragen, internationaler Klient.
Video / BMPCC 4K
Eigenfinanziertes Kamera-Setup. Event-Videos, Property Tours. Inzwischen eher Hintergrund-Skill als Fokus.

Aktuell am Einarbeiten
n8n Workflow-PatternsPrompt Engineering für PipelinesGrundlagen Wirtschaftsinformatik

Das sind die Themen, an denen ich gerade arbeite. Nicht weil sie auf einer Roadmap stehen, sondern weil sie sich aus meinen Projekten ergeben haben.


Stack
n8nClaude/GPTDocker/HetznerPremiere ProBMPCC 4K
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Papierkorb
Aufgegeben · Nicht gescheitert
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WiWi
WiWi Studiengang
Gewechselt zu WInfo · Klick Moment
2024
ERI
eri-automatisierung.de
Auf Eis · Sprache der Entscheider lernen
2025
VID
Video Primärfokus
Lernkurve abgeflacht
2023
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Praktika · Werkstudentenstellen · Projekte, bei denen ich was lerne · Zusammenarbeit

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